Loretto
Appachkapelle
Appachkapelle
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Appachkapelle

Die Appachkapelle ist die älteste der drei Lorettokapellen. Über ihren eigenartigen Namen gibt es mehrere Deutungen. Viele sagen, dass "Appach" von "am Bach" kommt, weil früher hier die Stillach vorbeigeflossen ist und immer wieder einmal ein Hochwasser verursacht hat. Deshalb wurde die "Kapelle am Bach", unsere Appachkapelle, errrichtet.

Die Architektur der 1493 geweihten Kapelle, die noch heute den Charakter einer einfachen Flurkapelle besitzt, ist äußerst schlicht.
Der Grundriss bildet ein unregelmäßiges Achteck; die östlichen Polygonseiten sind etwas kürzer als die westlichen.
Ursprünglich barg die Kapelle als ihren hauptsächlichen Schmuck das später in die Lorettokapelle übertragene Gnadenbild. Auf der modernen Altarmensa (Entwurf Felix Landgraf) befindet sich jetzt die hochbarocke Holzskulptur eines Auferstehungschristus. Die vermutlich im frühen 17. Jahrhundert entstandene, jedoch neu gefasste Figur kam anstelle des Gnadenbildes auf den Altar, als die Appachkapelle nach dem Neubau der Lorettokapelle das Patronat Resurrectio-Christi erhielt.

Der bedeutendste Bestandteil der Appachkapelle sind heute die Wandmalereien an dreien der Innenwände. Die in regelmäßige rechteckige Bildfelder aufgeteilten Flächen zeigen neun, beziehungsweise sechs Einzelszenen eines Zyklus.
Die um 1550 zu datierenden Malereien sind schlecht erhalten. Sie waren im 18. oder 19. Jahrhundert überstrichen worden. 1992/93 konnten die Malereien von Manfred Sattler teilweise entrestauriert (Übermalungen entfernt), konserviert und retuschiert werden.
Bei der jüngsten Restaurierung wurde der Boden der Kapelle mit herimischem Traufbergstein belegt und ein neuer Altartisch errichtet.

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