Loretto
Lorettokapelle
Lorettokapelle
Marialorettoaltar
Marialorettoaltar
Katholische Kirche Oberstdorf › Kirchen + Kapellen › Lorettokapellen

Lorettokapelle (Marienkapelle)

Das Zentrum des Ensembles ist die 1657 bis 1677 erreichtete, überkuppelte, achteckige Lorettokapelle. Der barocke Zentralbau ist mit einer aus Tuffstein massiv gemauerten Kuppel überwölbt, die jeweils über den Fenstern Stichkappen aufweist.

Das Erscheinungsbild des Inneren wird wesentlich von den Hinzufügungen und Veränderungen in jüngerer Ausstattungsphasen bestimmt. Stuck und Hochaltar wurden in reinen Rokokoformen 1739 bis 1741 ausgeführt.

Das Deckenbild im Zentrum der Kuppel zeigt Maria als Himmelskönigin, umgeben von Engeln. Es handelt sich nicht um ein Fresko, sondern um eine Ölmalerei, die 1877 von dem aus Oberstdorf stammenden Claudius Schraudolph d.Ä. (1813-1891) im Stil des an die Malerei der Nazarener angelehnten Historismus ausgeführt wurde.

Der prachtvolle Hochaltar von 1741, das Werk des bedeutenden Füssener Bildhauers Anton Sturm (1690-1757), birgt das altehrwürdige Gnadenbild. Der Rokokoaltar besitzt einen von zwei Freisäulen getragenen Aufbau mit einem verkröpften Gebälk. Vor die Doppelsäulen treten nahezu lebensgroße vollplastische Figuren der Eltern Mariens, links die hl. Anna und rechts der hl. Joachim. In der Mitte wird das Gnadenbild in einer geschnitzen Draperie von Engeln präsentiert. Das Gnadenbild selbst ist die bekleidete Madonnenfigur, die zuvor auf dem Altar der Appachkapelle stand und wahrscheinlich noch aus Zeit um 1500 stammt. Im Auszug des Altars kniet St. Joahnnes Nepomuk, flankiert von zwei Posaunenengeln, die den Ruhm Mariens künden. Der Schutzpatron von Wassernot erinnert an die früheren Verheerungen der Stillach im Vorderen und Unteren Ösch.

An den Wandflächen neben den Fenstern befinden sich von Stuckrocaillen gerahmte Holzfiguren der zwölf Apostel aus der Zeit um 1700. Judas Thaddäus befindet sich als 13. Figur im Vorzeichen.

Zwei bedeutende Gemälde befinden sich an an Wänden der Lorettokapelle an der Nordost- bzw. Südostseite. In einem vergoldeten Rahmen ist in Vogelschau die barocke Anlage des Klosters Rot an der Rot im Zustand vor der Säkularisierung gezeigt, über der das Oberstdorfer Gnadenbild erscheint. Es handelt sich um den in Oberstdorf geborenen Abt und großen Erneuerer des Prämonstratenserklosters, Hermann Vogler (1680-1747), der mit dem 1714 gestiftetetn Gemälde seine Abtei dem Schutz des Gandenbildes seines Geburtsortes empfiehlt.
An der gegenüberliegenden Wand zeigt das große Votivbild die Lechtaler Kreuzprozession. Das Gemälde veranschaulicht lebhaft die seit 1665 stattfindende Wallfahrt aus dem Tiroler Lechtal.

Heilige Messen feiern wir dienstags um 19.00 Uhr und samstags um 9.00 Uhr.
Am Pfingstsonntag feiern wir um 20.30 Uhr Marienandacht mit Lichterprozession.
An Mariä Himmelfahrt (15. August) findet um 20:15 Uhr eine Lichterprozession von der Pfarrkirche nach Loretto statt, wo wir eine Marienandacht feiern.
Meist am letzten Augustsonntag um 16:00 Uhr feiern wir mit den Holzgauer Fußwallfahrern Wallfahrtsmesse.

Kontakt über das Pfarrbüro
Telefon: 08322/977550