Mariä Geburt
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Maienmonat

Nicht "der Monat Mai", auch nicht bloß alleine der Monatsname "Mai" steht heute obenan auf dem Pfarrboten, sondern die Bezeichnung "Maienmonat". Denn wenn man diesen Monat so nennt, dann klingt gleich anderes mit.

Hier hören wir, liebe Leserin und lieber Leser, bereits im Hintergrund das Lied „Maria Maienkönigin, wir kommen dich zu grüßen“ und vor unseren Augen blühen die Maialtäre unserer Kirchen. “Maienmonat“ und Maiandachten gehören für viele zu den frommen Erinnerungen ihrer Kindheit.
Ich bin als Erstkommunionkind in Illertissen mit dem blauen Anzug, der Kerze und den weißen Handschuhen in jede Maiandacht gegangen. Die Lieder und das lange Gebet „Jungfrau, Mutter Gottes mein ...“ konnte ich so auswendig mitbeten. Im Studium der Theologie gingen dann all diese Erinnerungen durch das Feuer der Aufklärung und ich musste einen neuen Zugang finden zur Person und zur Verehrung der Gottesmutter Maria.
Später als Pfarrer in der Holledau hat mir dabei die Kunst geholfen. Denn in allen 8 Kirchen meiner früheren Pfarrei gab es wertvolle gotische Darstellungen Mariens. Mit den Erstkommunionkindern habe ich diese schönen Figuren betrachtet, gebetet und gesungen.
An diese Zeit denke ich gerne, wenn ich in Oberstdorf am Weihnachtsaltar oben im Auszug die kostbare gotische Darstellung der Gottesmutter Maria mit dem Kind betrachte. Im Kirchenführer wird sie als „die schöne Oberstdorferin“ bezeichnet. Ich lade Sie alle herzlich ein, jetzt im Maienmonat bei den Maiandachten auf sie zu schauen, zu beten und zu singen.

Mit herzlichen Grüßen
Bruno Koppitz, Pfr.