Pfarrer Maurus Mayer
Pfarrer Maurus Mayer
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Vorstellung von Pfarrer Maurus B. Mayer

Liebe Mitchristen der Pfarreien Oberstdorf St. Johannes Baptist, Schöllang, St. Michael und Tiefenbach, St. Barbara, am Sonntag den 9. Oktober werde ich als Pfarrer eingeführt und die Pfarreiengemeinschaft Oberstdorf wird errichtet. Hier möchte ich mich vorstellen, und ein wenig von mir erzählen.

Ich bin 56 Jahre alt und habe meine Kindheit und Jugend in zwei Dörfern im sogenannten „Holzwinkel“, östlich von Burgau/Schwaben verbracht, bin also auf dem Land aufgewachsen, (für Allgäuer allerdings im tiefen Unterland...). Das Leben auf dem Dorf, mit der Natur, in dieser damals noch ganz von der Landwirtschaft geprägten Welt, erfüllt mich heute noch mit Freude und Dankbarkeit. Mein Vater war ein Dorfschullehrer vom alten Schlag, neben dem meine Schwester und ich jeden Sonntag in der Kirche auf der Orgelbank saßen. Später hat mir mein Vater das Orgelspielen beigebracht. Nach dem Abitur in Günzburg trat ich 1979 ins Benediktinerkloster Ottobeuren ein (also ein erster Schritt Richtung Oberland...), bekam zu meinem Taufnamen Bernhard den Ordensnamen Maurus und studierte ab 1980 Theologie und Schulmusik in Augsburg. Nach einer Referendarzeit in München war ich von 1989 bis 2006 in Ottobeuren an Gymnasium und Realschule als Religions- und Musiklehrer tätig. An der Schule habe ich die Bigband geleitet, zeitweise den Schulchor und einen weiteren Kammerchor. 1995 empfing ich von Bischof Viktor Dammertz die Priesterweihe und war dann, neben der Schule als „Kaplan“, also zweiter Priester im Pfarrverband dreier Dörfer rund um
Ottobeuren eingesetzt, mit Schwerpunkt Jugendseelsorge. 2002 wurde ich Pfarrer von
Hawangen. 2006 bin ich aus dem Kloster ausgetreten und leitete zehn Jahre die
Pfarreiengemeinschaft Sulzberg (nächster Schritt Richtung Oberland...). Dort war bzw. bin ich sehr gerne und gebe ehrlich zu, dass mir der Abschied ganz schön schwerfällt. Doch nach zehn erfüllten Jahren ist ein Stellenwechsel sinnvoll und ganz natürlich. Nun hat mir unser Bischof die Pfarreiengemeinschaft Oberstdorf anvertraut (und noch weiter ins Oberland geht es zumindest in unserer Diözese nicht!...).
Was bringe ich nun mit?, gehöriges Herzklopfen und ein großes Stück Vorfreude. Herzklopfen zunächst einmal, weil neue Herausforderungen auf mich zukommen, das wird jeder verstehen. Eine neue Gemeinde, bzw. drei Gemeinden, mit weitgeöffnetem Tor zur Welt, mit vielen Gästen und Gastgebern, das fordert schon heraus. Die Vorfreude ist aber genauso da! Dazu haben vor allem schon eine Reihe von Begegnungen und Gesprächen mit Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beigetragen. Da ist viel zu spüren vom Wunsch, gemeinsam miteinander den Glauben zu leben, gemeinsam Kirche zu sein. Immer wieder ist in unseren Begegnungen auch der Humor aufgeblitzt,- ich kann von mir, glaub ich schon sagen, dass ich kein Kind von Traurigkeit bin. Vorfreude habe ich auch deshalb, weil ich das Allgäu, vor allem seine Menschen und die Berge mag. Kletterer bin ich zwar keiner, aber anspruchsvolleres Bergwandern gehört zu meinen Vorlieben (– wäre sonst ja auch unlogisch bei diesem ‚Aufstieg‘ vom Unter- ins Oberland...) Das andere, was zu mir gehört, ist die Liebe zur Musik, vor allem zum Singen, und das spielt ja auch bei Euch/ bei Ihnen eine große Rolle.
Mit dem Spruch „wer singt betet doppelt“ möchte ich nochmal auf mein Pfarrersein
zurückkommen. Mit Ihnen/mit Euch den christlichen, den katholischen Glauben zu leben, der sich zunächst, in den Gottesdiensten in unseren Pfarrkirchen zeigt, ist mein erstes Anliegen. Die Eucharistiefeier ist dabei für mich das Herz unseres gemeinsamen Glaubens. Und ich möchte auch mit Ihnen/mit Euch Jesus loben und preisen und hoffe, manche vielleicht neu zu einer Begegnung mit Ihm im Gebet und in den Sakramenten führen zu dürfen, weil ich Ihn selbst erfahre als den, der mein Leben reich macht, und der mir durch sein Kreuz auch in schweren Stunden Kraft gibt.
Auf die kommende gemeinsame Zeit freue ich mich und erbitte für uns Seinen Segen,
Sie/Euch bitte ich herzlich, auch für mich zu beten.
Ihr/Euer künftiger Pfarrer Maurus B. Mayer