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Heilige Elisabeth
Heilige Elisabeth
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800 Jahre Heilige Elisabeth von Thüringen

Alljährlich feiern wir am 19. November das Fest der heiligen Elisabeth von Thüringen.

Heuer gibt es einen besonderen Grund: Die hl. Elisabeth ist 1207, also vor 800 Jahren, als Tochter des Königs Andreas von Ungarn und seiner Gemahlin Gertrud von Andechs in Ungarn geboren. Schon mit einem Jahr wurde sie dem späteren Landgrafen Ludwig von Thüringen verlobt und kam bereits mit vier Jahren auf die Wartburg, wo sie auf-wuchs und erzogen wurde. 1221 fand die Hochzeit statt. Elisabeth war damals gerade 14 Jahre alt. Sie schenkte dem Landgrafen Ludwig drei Kinder: einen Buben und zwei Mädchen. Die Ehe war außerordentlich glücklich, endete aber schon 1227 mit dem Tod ihres Mannes auf dem Kreuzzug nach Jerusalem. So war Elisabeth zwanzigjährig bereits Witwe. Es kam noch schlimmer: Sie wurde aus der Wartburg verwiesen und geriet selber in große Not. Man hatte ihr vorgeworfen, dass sie das ganze Vermögen an die Armen weiterverschenkt hat. Jetzt war sie selber arm geworden und auf die Hilfe anderer angewiesen. Aber sie lebte im Geist des hl. Franziskus bewusst mittellos und gründete bei Marburg an der Lahn ein Spital. Dort übernahm sie alle Dienste, auch die niedrigsten, dort ist sie in der Nacht zum 17. November 1231 im Alter von 24 Jahren gestorben und wurde zwei Tage später, am 19. November, zu Grabe getragen. Bereits vier Jahre später wurde sie heilig gesprochen. Damals entstand über ihrem Grab eine große Elisabethkirche, in der ihre Reliquien verehrt wurden. Doch Landgraf Philipp von Hessen ließ 1539 im Zug der Reformation die Reliquien entfernen. Sie sind seitdem verschollen, mit Ausnahme der Kopfreliquie, die in Wien verehrt wird.
Die heilige Elisabeth ist die große Heilige der Nächstenliebe. Nicht nur in unserem Kindergarten „St. Elisabeth“ wird ihre Erinnerung auch bei uns lebendig gehalten.