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Hl. Afra

Am 7. August 304, also vor genau 1707 Jahren, hat die heilige Afra in Augsburg den Märtyrertod erlitten. An einem Pfahl angebunden ist sie auf einer Lechinsel nahe bei Augsburg verbrannt worden. Sie hatte sich als Christin geweigert, den römischen Göttern und dem Kaiser Diokletian das geforderte Weihrauchopfer darzubringen und damit zu bekunden, dass sie dem christlichen Glauben abschwört. Aufrecht und standhaft ist Afra in den Feuertod gegangen.

Die Leute verehrten Afra bald als Heilige. Ihr zu Ehren wurde die Afrakirche errichtet, die Jahrhunderte später, nach dem Begräbnis des hl. Ulrich, fortan nun beiden Heiligen, St. Ulrich und Afra, geweiht ist.
Afra lebte um das Jahr 300 in Augusta Vindelicorum. So hieß Augsburg zur Römerzeit. Schon seit über 300 Jahren waren römische Soldaten in der Stadt, die sie am Zusammenfluss von Lech und Wertach gegründet hatten. Afra lernte in der Stadt das Christentum kennen und ließ sich taufen. Unter Kaiser Diokletian (284-305) begann die letzte große Christenverfolgung im ganzen römischen Reich. Viele sind ihr im ganzen spätrömischen Reich zum Opfer gefallen. Afra wurde in Augsburg vor den Statthalter gebracht und zum Tod verurteilt.
Zusammen mit dem hl. Ulrich und dem hl. Simpert ist die hl. Afra die Patronin unserer Diözese Augsburg. Bei uns in Oberstdorf finden wir sie gleich zweimal dargestellt: auf dem Hochaltar unserer Pfarrkirche ganz hoch oben rechts und auf dem Altarbild der Birgsauer Kapelle ganz rechts inmitten bunter Blumenwiesen.
Weil heuer der Afratag am 7. August auf einen Sonntag fällt, wird uns ihr Gedächtnis mehr als sonst in Erinnerung gebracht. Gleichzeitig erinnern wir uns daran, dass Oberstdorf als südlichste Gemeinde Deutschlands und Bayerns auch die südlichste Pfarrgemeinde unseres Bistums Augsburg ist, dessen Wurzeln bis in die römische Martyrerzeit im frühen 4. Jahrhundert zurückreichen. Dieses Erbe verpflichtet uns, zu unserem Glauben in der Gegenwart zu stehen, damit er bei uns auch Zukunft hat.