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Sankt Martin
Sankt Martin
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Sankt Martin

Der „heilige Sankt Martin“ ist schon wieder in aller Munde, insbesondere in Familien mit Kindern, die sich schon auf die Martinsfeier und den Laternenumzug freuen: in Schöllang am Donnerstag 10.11.2011, 17.30 Uhr, und in Oberstdorf am Freitag 11.11.2011,17.00 Uhr.

Weil nicht alle in der la-teinischen Sprache bewandert sind: Der „heilige Sankt Martin“ ist eine sprachliche Verdoppelung, denn „Sankt“ heißt ja „heilig“. Also entweder: „Der heilige Martin“ oder „Sankt Martin“. Die Geschichte vom Mantelteilen ist bekannt. Aber was wissen wir von ihm sonst noch?
Martin wurde um 316 in Sabaria in Pannonien, dem heutigen Ungarn, als Sohn eines römischen Tribunen geboren und bereits mit 15 Jahren in ein Reiterregiment aufgenommen und nach Westen in die Provinz Gallia, ins heutige Frankreich, versetzt. Am Stadttor von Amiens soll sich die Begebenheit zugetragen haben, dass er mit einem frierenden Bettler seinen Soldatenmantel teilte. Damals war Martin noch kein Christ, aber er hatte schon Kontakte zu Christen gefunden. Mit 18 Jahren empfing er die Taufe und war noch bis zum Jahr 356, also bis zu seinem 40. Lebensjahr, in der kaiserlichen Garde. Nach seinem Abschied vom Soldatenleben fand er Kontakt zu Bischof Hilarius von Poitiers, der erst kurz zuvor aus der Verbannung zurückgekehrt war, weil er gegen die arianische Irrlehre vorgegangen war. Von Bischof Hilarius wurde Martin im Glauben unterwiesen und zunächst in seine Heimat in Pannonien (Ungarn) heimgeschickt. Aber wenige Jahre später kehrte er wieder zurück und wurde 371 zum Bischof von Tours gewählt. Die Legende erzählt, dass sich Martin, immerhin schon 55 Jahre alt, in einem Gänsestall versteckt hielt, wo ihn aber das Geschnatter der Gänse verraten habe. Als Bischof gründete Martin mehrere Klöster und lebte selber wie ein Mönch. Er starb am 8. November 397 und wurde am 11. November in Tours beigesetzt. So wurde sein Begräbnistag zum bleibenden Gedenktag bis heute.