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Hl. Ulrich, Statue im Dom zu Augsburg
Hl. Ulrich, Statue im Dom zu Augsburg
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Unser Bistumspatron St. Ulrich

Liebe Pfarrgemeinde, verehrte Gäste! Jahr für Jahr feiern wir am 4. Juli das Fest unseres Bistumspatron, des hl. Ulrich.

Heuer fällt es auf einen Sonntag und wird damit noch stärker in unser Bewusstsein gerückt. Wer ist nun dieser Heilige, der uns allen dem Namen nach bekannt ist und von dem wir doch zumeist so wenig wissen?
Ulrich stammt aus adeligem Geschlecht in Wittislingen bei Dillingen und wurde um das Jahr 890 geboren. Seine Eltern hießen Hupald und Dietpirch. Diese schickten den jungen Ulrich zum Studium ins Benediktinerkloster nach St. Gallen (Schweiz). Dort wurde ihm sogar angetragen, Abt des Klosters zu werden. Aber er musste nach dem Tod seines Vaters nachhause zurückkehren. Als Bischof Adalbero starb wollte der Papst den 18-jährigen Ulrich zu dessen Nachfolger berufen, doch er lehnte ab. Aber mit 33 Jahren wurde er tatsächlich Bischof von Augsburg und zog in eine stark beschädigte und von den Ungarn geplünderte Stadt ein. Bischof Ulrich ging sofort daran, die Not der Menschen zu lindern. Er selbst, von benediktinischem Geist geprägt, lebte wie ein Mönch, was nicht nur damals durchaus unüb-lich war. Neben seiner sozialen Einstellung für die Armen lag ihm vor allem die würdige Feier der Liturgie und eine gute Bildung der Kleriker am Herzen. Bis zu den entlegensten Gemeinden seines Bistums reiste er im Ochsenkarren und kam so bis ins entfernte Allgäu, wo er eine Kapelle weihte. Das herausragende Ereignis im Leben des heiligen Ulrich war wohl die Verteidigung Augsburgs und die Schlacht auf dem Lechfeld am 8. August 955. – 50 Jahre war Ulrich Bischof von Augsburg gewesen. Er wollte sich eigentlich im Alter in ein Kloster zurückziehen. Doch das blieb ihm verwehrt. Am 4. Juli 973 starb er im Alter von 83 Jahren. Bald darauf setzte schon seine Verehrung ein, die am 31. Januar 993 mit der Heiligsprechung die kirchliche Anerkennung fand. Ihr Pfarrer Peter Guggenberger