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2-Vatikanum1
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Papst Johannes XXIII
Papst Johannes XXIII
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2. Vatikanisches Konzil

50 Jahre sind vergangen, seit am 11. Oktober 1962 das 2. Vatikanische Konzil in Rom durch Papst Johannes XXIII. feierlich eröffnet wurde.

Dieser 11. Oktober 1962 war in Bayern sogar schulfrei, damit möglichst viele Schüler zuhause am Fernsehgerät die Konzilseröffnung mit-erleben konnten. Schulfrei – allein das machte mir das Konzil schon sympa-thisch. So sah ich im Bischöflichen Knabenseminar in Kempten als 17-Jähriger gebannt auf die Schwarz-Weiß-Bilder aus Rom mit dem nicht enden wollenden Einzug der über 2000 Konzilsväter (Konzilsmütter gab es ja nicht) und dem alten Papst Johannes XXIII. auf dem Tragsessel, und dann die feierliche Eröffnungsliturgie in dem zur Konzilsaula umgestalte-ten Petersdom, alles natürlich noch in lateinischer Sprache!
Zwanzig Konzilien hatte es bislang im wechselvollen Verlauf der Kirchengeschichte gegeben, beginnend mit dem Nicänum im Jahr 325 und endend mit dem 1. Vatikanischen Konzil, das im Juli 1870 infolge des deutsch-französischen Krieges überstürzt abgebrochen worden war. Seitdem war die Konzilsidee weitgehend aus den Gedächtnissen verschwunden. Das Papsttum bis hin zu Pius XII. (1939-58) war immer stärker und einflussreicher geworden; das Wort „Konzil“ war nur noch etwas für Historiker! Und dann auch noch die Rede vom „ökumenischen“ Konzil! Manche sahen schon sämtliche christliche Religionsführer in Rom einziehen, was einigen durchaus dogmatische Kopfschmerzen bereitete. Die Begeisterung für das Konzil war sehr unterschiedlich. Schon bald wurde klar, dass es nicht einfach auf die Schnelle ein „Unionskonzil“ geben würde. Aber das ökumenische Interesse war nun geweckt… (Fortsetzung folgt)

Herzlichen Gruß! Ihr Pfarrer Peter Guggenberger