Lorettobild alt
Johannes Paul II. und Johannes XXIII.
Johannes Paul II. und Johannes XXIII.
Katholische Kirche Oberstdorf › Pfarrgemeinde › Notizen › Päpste und Bischöfe

Johannes Paul II. und Johannes XXIII.

Liebe Pfarrgemeinde, verehrte Gäste! „Santo subito“ – „Heiliger sofort!“, so haben viele beim Begräbnis von Papst Johannes Paul II., wenige Tage nach seinem Tod am 2. April 2005, gerufen. Am kommenden Sonntag, dem von ihm eingeführten Sonntag der göttlichen Barm-herzigkeit, wird er nun von Papst Franziskus heilig gesprochen, zusammen mit Papst Johannes XXIII., dem „papa buono“, dem „guten Papst“, der am 3. Juni 1963 gestorben ist.

So wird der 27. April 2014, an dem wir auch noch das Fest der Erstkommunion feiern, ein ganz besonderer Sonntag.
Beide Päpste haben mein Leben stark geprägt: Johannes XXIII., der im Alter von 77 Jahren am 28. Oktober 1958 zum Bischof von Rom gewählt wurde, hat wenige Wochen später das spätere II. Vatikanische Konzil einberufen und damit die Weichen zum „aggiornamento“ gestellt, dass die Kirche in der heutigen Zeit ankommt. Nicht zuletzt dass wir jetzt die Liturgie in der Muttersprache feiern, ist eine Frucht des Konzils, das er selber nicht mehr beenden konnte. Diese Aufgabe musste sein Nachfolger, Papst Paul VI., übernehme, der 1978 starb und dessen Nachfolger, Papst Johannes Paul I., schon nach 33 Tagen starb. So wurde am 16. Oktober 1978 der noch recht junge Kardinal von Krakau, Karol Wojtyla, mit 58 Jahren zum Papst gewählt und hat den Namen seines Vorgängers Johannes Paul übernommen. 26 Jahre hat er die Last des Amtes getragen, bis seine Kräfte aufgezehrt waren. „Habt keine Angst!“ hat er bei seiner Einführung den Gläubigen der ganzen Welt zugerufen und selber danach gelebt. Es ist die Botschaft des auferstandenen Herrn, der seine Jünger in alle Welt gesandt hat, um Zeugnis vom Reich Gottes zu geben. Ich wünsche es uns allen zum Osterfest!

Ein gesegnetes Osterfest! Ihr Pfarrer Peter Guggenberger