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Papst Johannes XXIII
Papst Johannes XXIII
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Papst Johannes XXIII.

Vor genau 50 Jahren, am Pfingstmontag, dem 3. Juni 1963, ist Papst Johannes XXIII. gestorben. Nicht einmal fünf Jahre war er der Kirche geschenkt. Aber in dieser kurzen Zeit seit dem 28. Oktober 1958, als er zum Papst gewählt worden war, hat er entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt. 76 Jahre war er schon alt und war als „Übergangspapst“ gedacht.

Das ist er wirklich geworden, freilich in einem ganz anderen Sinn. Mit der Einberufung des II. Vatikanischen Konzils brachte er die Erneuerung der Kirche in Bewegung, die bis heute noch nicht abgeschlossen ist.
Bei vielen Menschen bleibt Johannes XXIII. vor allem als „Papa Giovanni“,als der „gute Papst Johannes“ in Erinnerung. „Johannes, nimm dich nicht so wichtig“, war für ihn eine Lebensweisheit, die er auch allen empfiehlt, die sich selber für so ungemein wichtig nehmen.
Zehn Tage vor seinem Tod zeigte sich Papst Johannes XXIII. zum letzten Mal am Fenster und sagte zu den vielen Menschen auf dem Petersplatz: „Sorgt euch doch nicht um mich. Ich bin bereit, die große Reise anzutreten. Meine Koffer sind gepackt. Ich kann jederzeit abfahren...“
Sein Tod am 3. Juni 1963 löste weltweit große Trauer aus, verbunden mit der bangen Frage, ob und wie es mit dem Konzil weitergehen würde. Sein Nachfolger, Papst Paul VI. hat es mit Entschiedenheit weitergeführt und am 8. Dezember 1965 beendet. Aber die Umsetzung des Konzils dauert bis heute an und erhält gerade durch unseren neuen Papst Franziskus eine ganz neue Aktualität und Dynamik.

Herzlichen Gruß! Ihr Pfarrer Peter Guggenberger