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Papst Benedikt
Papst Benedikt
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Rücktritt von Papst Benedikt

Liebe Pfarrgemeinde, verehrte Gäste, In wenigen Tagen, am 28. Februar, müssen wir von Papst Benedikt XVI. Abschied nehmen. Am 11. Februar hat er die ganze Welt mit der Ankündigung seines Rücktritts aus gesundheitlichen Gründen überrascht und auch ein wenig schockiert.

Schon seit geraumer Zeit war an ihm die ganze Last des Petrusamtes zu sehen. Aber niemand hat ernsthaft damit gerechnet, dass er als Papst zurücktreten würde, was es ja in der zweitausendjährigen Papstgeschichte nur ein einziges Mal gegeben hat, und das war vor über 700 Jahren bei Papst Cölestin V. Umso mehr bewundern wir den Mut von Papst Benedikt und seine Demut, diesen Schritt in voller persönlicher Freiheit zu tun, ohne zu
wissen, was die Zukunft mit sich bringen wird. Mit dem Beginn der Sedisvakanz, also der papstlosen Zeit, gehen unsere Gedanken und Gebete in Richtung bevorstehender Papstwahl. So ist die gegenwärtige vierzigtätige Fastenzeit, die Vorbereitungszeit auf Ostern, auch die Vorbereitung auf einen guten Neubeginn in der Kirche, sowohl in Rom als auch in unserer Diözese Augsburg mit ihren gegenwärtigen Weichenstellungen, in unseren Pfarrgemeinden und bei uns selber. Das Wort „Ecclesia semper reformanda – Die Kirche muss sich immer erneuern“ gilt ja nicht nur für die Weltkirche oder die Kirche in Deutschland, sondern muss zuallererst bei uns selber beginnen. Dazu dient die österliche Fastenzeit in herausragender Weise, so z. B. auch bei den vier Bibelabenden unter der Überschrift „Bibel und Konzil“. Mit dem Videofilm „Rom und Papst Benedikt XVI.“ am 26. Februar, 20 Uhr, im Johannisheim soll das Wirken von Papst Benedikt, zwei Tage vor seinem Abschied, gewürdigt werden.

Herzlichen Gruß! Ihr Pfarrer Peter Guggenberger