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Pius XII.
Pius XII.
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Vor 50 Jahren ist Papst Pius XII. gestorben.

Vor genau fünfzig Jahren, am 9. Oktober 1958, ist Papst Pius XII. im Alter von 82 Jahren gestorben, hochangesehen in der ganzen Welt.

Am 2. März 1876 in Rom unter dem Namen Eugenio Pacelli geboren, empfing er am 2. April 1899 die Priesterweihe und feierte in der Kirche Santa Maria Maggiore unter dem Gnaden-bild der Gottesmutter „Salus Populi Romani“ die Primiz. Bereits zwei Jahre später betrat er die päpstliche Diplomatenlaufbahn, die ihn 1917 als Päpstlicher Nuntius nach München führte. Dort erlebte er das Ende des 1. Weltkrieges und der Monar-chie hautnah mit, ebenso die sog. Münchner Räterepublik, als er von revolutionären Rotgardisten unmittelbar bedroht wurde. Als dieser Spuk vorüber war und demokratische Verhältnisse herrschten, konnte unter seiner Federführung das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Bayern geschlossen werden, das bis heute Gültigkeit hat und z.B. die Regelungen für den Religionsunterricht und die theologischen Fakultäten an den Universitäten und die Bestellung neuer Bischöfe in Bayern beinhaltet. 1924 wird er päpstlicher Nuntius in Berlin und kehrt 1930 als Kardinalstaatssekretär nach Rom zurück und wird so der engste Mitarbeiter von Papst Pius XI. Als dieser am 10. Februar 1939 stirbt, wird Eugenio Pacelli am 2. März 1939 zum Papst gewählt und gibt sich den Namen Pius XII. Ein halbes Jahr später beginnt der zweite Weltkrieg, in dessen Verlauf auch die Stadt Rom von deutschen Truppen besetzt wird. Dass Pius XII. nicht eindeutig öffentlich gegen den Nationalsozialismus Stellung bezogen hat, sondern sich eher auf die Wirksamkeit stiller Diplomatie konzentriert hat, wird ihm später zum großen Vorwurf gemacht. Der kirchliche Höhepunkt seines Pontifikats war sicher die Feier des Heiligen Jahres 1950 und damals am 1. November 1950 die feierliche Verkündung des Dogmas von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel. Am 9. Oktober 1958 ist Pius XII. nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Drei Wochen später, am 28. Oktober 1958, wählten die Kardinäle den Patriarchen von Venedig, Angelo Roncalli, zu seinem Nachfolger. Als „Papa buono“ ist Johannes XXIII. in die Geschichte eingegangen.